Der Flughafen hat bereits vor mehr als einem Jahrzehnt eine Klimaschutzstrategie festgelegt. Klimaschutz zählt heute zu den fünf wesentlichen Kernzielen des Unternehmens. Demnach soll bis 2030 der CO2-Ausstoß um 65 % vermindert werden (in Bezug auf 2010) und der Vorfeldbetrieb bis 2035 auf regenerative Antriebe umgestellt sein. Spätestens 2045 soll der gesamte Flughafen „Net Zero Carbon“ erreichen, das heißt es sollen keine zusätzlichen CO2-Emissionen durch den Flughafenbetrieb entstehen.
Es gibt viele technische Innovationen, die diese Ziele Schritt für Schritt in greifbare Nähe rücken. Unser Sustainability Board unter Leitung der Geschäftsführung bündelt alle Nachhaltigkeitsaktivitäten und sorgt für die Umsetzung technischer Klimaschutzmaßnahmen. Nachhaltigkeits-Patinnen und -Paten aus verschiedenen Bereichen koordinieren Aktivitäten abteilungsübergreifend und sind Ansprechpersonen für die Belegschaft.
Im Bereich Klimaschutz ergeben sich für unseren Flughafen verschiedene Möglichkeiten für die Reduktion seiner CO2-Emissionen. Dazu zählen zum Beispiel der zunehmende Einsatz erneuerbarer Energien und die Verwendung von innovativer, effizienter Gebäudetechnik, die den Verbrauch von Strom, Wärme und Kälte reduziert. Auch die Förderung alternativer Antriebe für Fahrzeuge und Geräte (z.B. elektrisch) und die Umrüstung der Beleuchtung auf effiziente, langlebige und wartungsarme LED gehört dazu.
Schon heute tun wir vieles, um Emissionen zu vermeiden und zu reduzieren. In den kommenden Jahren investieren wir viele Millionen Euro, um unsere Energie-Infrastruktur an zukünftige Herausforderungen anzupassen und unsere Photovoltaikanlagen weiter auszubauen. Um unseren CO2-Fußabdruck zu ermitteln und unsere Fortschritte zu dokumentieren, wird unsere CO2-Bilanz mittels Airport Carbon Accreditation erfasst.
Seit Sommer 2021 können Airlines in Köln/Bonn nachhaltigen Flugkraftstoff tanken. Anbieter des aus nachhaltig bezogenen Rohmaterialien produzieren Kraftstoffs ist Neste, weltweit führender Anbieter von „Sustainable Aviation Fuel“ (SAF). In seiner unverdünnten Form und über den gesamten Lebenszyklus hinweg kann SAF bis zu 80 Prozent der Emissionen im Vergleich zu fossilem Treibstoffen reduzieren. Es kann mit den vorhandenen Flugzeugmotoren genutzt werden.
Seit August 2023 tanken dieselbetriebene Fahrzeuge und Geräte am CGN erneuerbaren HVO-Diesel von Neste. HVO sind Hydrotreated Vegetable Oils, ursprünglich hydrierte Pflanzenöle, bei deren Herstellung nur noch Rest- und Abfallstoffe zum Einsatz kommen und kein Rohstoff extra angebaut wird. Am Airport werden so fast 3.000 Tonnen CO2 im Jahr eingespart.
Der Flughafen rüstet seine Beleuchtung in den Gebäuden und auf dem Gelände sukzessive auf LED um. Diese sind energieeffizienter, wartungsärmer und langlebiger als herkömmliche Leuchtmittel.

Der Flughafen verfügt über eine der größten Photovoltaikanlagen an einem deutschen Flughafen. Aktuell produzieren 13.000 Module auf den Dächern der Frachtanlagen 2.800MWh Solarstrom pro Jahr. Die Anlagen werden kontinuierlich erweitert.

Ein eigenes Blockheizkraftwerk versorgt den Flughafen mit Energie und Wärme.

Der Flughafen war 2008 der erste deutsche Flughafen, der die innovative Bauer-System-Technik eingebaut hat. Die Belüftungstechnik in Terminal 1, Terminal 2 und CBCC spart jedes Jahr 2.000 Tonnen Co2.

Im Fuhrpark des Flughafens gibt es rund 180 teilweise oder komplett elektrische Fahrzeuge und Abfertigungsgeräte. Dazu gehören PKW, Fluggasttreppen und zwei E-Flugzeugschlepper.

Das DHL-Logistikzentrum verfügt über einen innovativen Eisspeicher, der das Gebäude ressourcenschonend kühlt und wärmt.
